Nach Zeitungsberichten möchte die Koalition noch in der aktuellen Legislaturperiode das Adoptionsrecht reformieren. Es soll weiterentwickelt und das Adoptionsvermittlungsgesetz reformiert werden. Hintergrund sind die weiterhin sinkenden Adoptionszahlen, welche unter anderem auf die teilweise nicht mehr zeitgemäßen Anforderungen an die Adoptionsfähigkeit der Bewerber zurückgeführt werden. Insbesondere der Umstand, dass sich Paare immer später dazu entscheiden, Kinder zu kriegen und in diesem Zuge gegebenenfalls auch über eine Adoption nachdenken, führte in der Vergangenheit dazu, dass etliche Adoptionsbewerber nach heutigen Maßstäben schlichtweg „zu alt“ für eine Adoption waren. Dies, obwohl andere Paare im selben Alter ohne weiteres und auch von der Gesellschaft problemlos akzeptiert noch leiblichen Nachwuchs bekommen und es eigentlich auch keine gesetzlich vorgeschriebene Altersgrenze gibt.
Vorgeschrieben ist lediglich das Mindestalter, das der Annehmende haben muss. Ein Alleinstehender muss mindestens 25 Jahre alt sein, bei Ehepaaren der andere Ehepartner zudem mindestens 21 Jahre alt. Zudem sollte der Altersunterschied zwischen dem anzunehmenden Kind und den Adoptionsbewerbern mindestens 15 Jahre, höchstens jedoch 40 Jahre betragen, da man eine möglichst natürliche Eltern-Kind-Konstellation herbeiführen wollte. Dies ist aber eigentlich bloß eine Richtlinie. Unter diesen Umständen wurde aber bisher keine Empfehlung beispielsweise für die Adoption eines Neugeborenen durch ein Ehepaar ausgesprochen, bei welchem ein Ehepartner über 40 Jahre alt war. Während Anfang der Neunzigerjahre jährlich noch etwa 8.000 Adoptionen vermittelt werden konnten, waren es im Jahr 2015 nur noch 3.812 Adoptionen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Bemühungen in Richtung Reformation des Adoptionsrechts gibt es allerdings auch schon seit einigen Jahren. Es bleibt abzuwarten, was von den neuen Ansätzen insbesondere der Union übrig bleibt.
Ausländerrecht
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Familienrecht
Wir gestalten Eheverträge vor/nach der Heirat sowie Trennungs- und Scheidungsvereinbarungen – national wie international – und führen Eheschutz-, Aufhebungs- und Scheidungsverfahren nach deutschem und, wenn nötig, ausländischem Recht, inklusive Anerkennungs- und Vollstreckungsverfahren in Deutschland. In Kindschafts- und Unterhaltssachen (u. a. Sorgerecht, Umgang, Aufenthaltsbestimmung, internationale Kindesentführung nach HKÜ, Adoption) setzen wir Ansprüche gerichtlich durch und vollstrecken sie im In- und Ausland...
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Oft kennen insbesondere ausländische Arbeitnehmer nicht ihre Rechte im Falle von Diskriminierung, Mobbing, Abmahnung, Lohnausfall und Kündigung. Denen stehen wir mit fachlichem Rat zur Seite. Erforderlichenfalls führen wir die notwendigen Klageverfahren vor dem Arbeitsgericht. Das sind z.B. Kündigungsschutzklagen oder Klagen auf Zahlung des Lohns oder einer Abfindung. Oft werden von uns die Verträge ausländischer Arbeitnehmer im Einreiseverfahren geprüft und ggf. umgestaltet. Diesbezüglich vertreten wir die Arbeitgeber, welche ausländische Arbeitnehmer einstellen wollen und hierbei mit diversen Fragen der Arbeitsgenehmigung und Aufenthaltserlaubnis konfrontiert werden...
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Der Bundesgerichtshof hat nunmehr entschieden, dass auch gegen den Willen eines Elternteils das sogenannte paritätische Wechselmodell gerichtlich angeordnet werden kann. Ausgangsfall: Die Eltern eines Kindes lebten getrennt und hatten sich mittlerweile scheiden...
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Alles neu seit 1.1.2017! Haben Sie bisher eine Pflegestufe erhalten, wird Ihre alte Einstufung seit Januar 2017 von den Pflegekassen und analog den Sozialhilfeträgern in die neuen Pflegegrade „umgewandelt“. Pflegestufe 0 –> Pflegegrad 2 Pflegestufe 1 –>...
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Arbeitsgerichte haben es wirklich nicht leicht. Was war passiert? Auf einer öffentlich einsehbaren Facebookchronik eines Kollegen zog ein weiterer Angestellter über zwei Vorgesetzte her. So jedenfalls interpretierte es deren gemeinsame Arbeitergeberin, als sie etwas...
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Das Landgericht Düsseldorf hatte sich mit einer Wohnungskündigung zu befassen, welche fristlos, hilfsweise fristgerecht, dem Mieter zugegangen war. Als Grund war das Rauchen innerhalb der Wohnung und eine Belästigung der anderen Mieter durch Rauch im Treppenhaus...
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Der 9. Senat des Bundesarbeitsgerichts hat am 10.05.2016 entschieden, dass Arbeitnehmer, die ihre Anträge per E-Mail oder Fax stellen, keinen Sonderkündigungsschutz genießen, da Elternzeitanträge einer zwingenden Schriftform bedürfen. Eine Rechtsanwaltsangestellte...
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